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Was ist eine Aufstellung

alexandrasteinlg
14. Sept.
2 Min. Lesezeit

Familien-Aufstellungen sind eine Methode der systemischen Arbeit, mit der Beziehungen, Bindungen und wiederkehrende Muster innerhalb eines Familiensystems sichtbar gemacht werden sollen.

Dabei geht es nicht nur um die Herkunftsfamilie mit Eltern und Geschwistern. Auch die gegenwärtige Familie, Partnerschaften und andere wichtige Beziehungen können einbezogen werden. Berufliche Systeme wie Unternehmen, Teams oder andere Organisationen können ebenfalls aufgestellt werden. 

Wie funktioniert eine Aufstellung?

Zu Beginn schildert eine Person, die ein Anliegen hat, ihr Thema. Dieses kann beispielsweise aus dem Berufsfeld, dem Familienfeld oder dem Beziehungsfeld stammen. Mögliche Anliegen sind Konflikte in der Familie, Schwierigkeiten in einer Partnerschaft, belastende Lebenssituationen oder Fragen zur beruflichen Orientierung.

Anschließend werden Stellvertreterinnen und Stellvertreter aus der Gruppe ausgewählt. Diese übernehmen beispielsweise die Rolle der eigenen Person, eines Elternteils, eines Geschwisters, einer Partnerin oder eines Partners. Die Stellvertreter nehmen dann im Raum den Platz ein, den sie intuitiv wahrnehmen. Auf diese Weise entsteht eine räumliche Darstellung des inneren Bildes der ratsuchenden Person, ohne dass vorher Informationen über die tatsächlichen Beziehungen ausgetauscht werden.

Die Leitung der Aufstellung fragt die Stellvertreter*innen nach ihren Empfindungen und Wahrnehmungen. Durch ihre Positionen, Bewegungen und Rückmeldungen können Spannungen, Nähe, Distanz oder bisher wenig beachtete Verbindungen sichtbar werden. Die Aufstellung wird schrittweise verändert: Stellvertreter*innen können ihren Platz wechseln, einander gegenübertreten oder bestimmte Sätze aussprechen. Dadurch soll eine neue Sicht auf das dargestellte System entstehen.

Eine Aufstellung muss nicht zwingend in einer Gruppe stattfinden.

Ziel der Aufstellungsarbeit

Das Ziel einer Aufstellung besteht nach diesem Ansatz nicht darin, Schuldige zu finden oder vergangene Ereignisse ungeschehen zu machen. Vielmehr sollen Beziehungen anerkannt, persönliche Verstrickungen bewusst gemacht und neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet werden.

Als übergeordnetes Ziel gilt dabei immer, dass Freiheit, Frieden und Liebe wieder fließen können. Die eigene Lebensgeschichte und die Zugehörigkeit zur Familie sollen anerkannt werden, ohne dass ein Mensch dauerhaft die Lasten anderer übernehmen muss. Zugleich geht es darum, die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten zu erkennen und die persönlichen Potenziale zu leben.

 
 
 

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